DAS ZUSAMMENWIRKEN VON PLANETEN

Als Aspekte bezeichnet man Winkelbeziehungen, die zwei oder mehrere Planeten untereinander bilden.
Sie werden zur Horoskopdeutung mit herangezogen.



Die Hauptaspekte
entstehen aus einer Teilung des Kreises (360°)
durch die Zahlen 1, 2, 3, 4 und 6:
 
   
Parabel anhand von zwei Zimmern  
0°  Konjunktion    Die Tür ist offen, Fenster sind offen, keine Wand mehr zwischen den Zimmern. 
180°  Opposition    Die Tür ist abgeschlossen. Ein Teil von mir ist auf dieser Seite, ein Teil auf der anderen Seite.  
150  Quinkunx    Die Tür ist zu. Man sitzt da und traut sich nicht aufzustehen, um nachzusehen, ob die Tür abgeschlossen ist. Man weiss nicht, ob man ins andere Zimmer will.  
120°  Trigon    Die Tür ins andere Zimmer steht offen.  
90°  Quadrat    Die Tür ist abgeschlossen. Man hämmert drauflos, ohne Reaktion, frustrierend.  
60°  Sextil    Die Tür ist zu, aber nicht abgeschlossen. Man muss hingehen und die Tür öffnen.  


Zu den Nebenaspekten werden gezählt:
 
     
30°  Halbsextil     
45°  Halbquadrat (Oktil)     
72°  Quintil     
135°  Anderthalbquadrat (Trioktil)      


Eine humoristische Betrachtung der Aspekte


Die Konjunktion
(0°)
Nachbarschaft wirkt unterschiedlich,
manchmal feindlich, manchmal friedlich,
je nachdem, ob hier sich paart,
was verwandt, was fremder Art.
Wenn sie gar zu dicht sich ballen,
kommt’s zu seelischen Krawallen.


Die Opposition
(180°)
Hier erblickt man die Planeten
wie zum Zweikampf angetreten;
Spannung zwischen ihnen zittert,
und sie ringen oft verbittert;
doch wer klug sein Handeln lenkt,
wird mit Schöpferkraft beschenkt.

Das Trigon
(120°)
Sehr beliebt ist das Trigon;
lösend wirkt es meistens schon,
und für Harmonie, Balance
bietet sich die beste Chance;
nur ist bei zuviel des Guten
Seelenträgheit zu vermuten.


Das Quadrat (90°)
Meistens bringt die Quadratur
innere Konflikte nur;
das kann stören und beklemmen
und die Lebenskräfte hemmen;
doch geweckt wird auch zumeist
(wenn man welchen hat) der Geist.


Das Sextil (60°)
Bei Sextilen ist zu sagen,
dass die Kräfte sich vertragen;
unser Dasein wird drum heller,
die Entwicklung leichter, schneller;
wenn sie’s aber übertreiben,
kann man oberflächlich bleiben.

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Quelle:

"Das fröhliche Horoskop" von Fritz Riemann und Ernst von Xylander,
Origo-Verlag Bern 1993, S. 69 f.

(...)
Wir können hier nur Winke geben;
will jemand ernsthaft weiterstreben
aus dem Gefühl, dass in den Reimen
er von der Weisheit, der geheimen,
die in der Sternendeutung steckt,
vielleicht ein Stück für sich entdeckt,
so hätte er wohl das erlebt,
was den Verfassern vorgeschwebt.

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Ich danke dem Origo-Verlag Bern für die freundliche
Abdruckgenehmigung der obenstehenden Texte.

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