Neptun zum Anfassen

Neptun zum Anfassen

Am 4. April 2011 wagte Neptun einen ersten Vorstoß in das Tierkreiszeichen Fische, kehrte dann Anfang August in einer Rückläufigkeitsphase nochmals in den Wassermann zurück, um im Februar 2012 endgültig den Zeichenwechsel in die Fische zu vollziehen. Als Herrscherplanet des Fische-Zeichens steht er nun bis März 2025 in seinem Domizil, was ihn in seiner Position stärkt – eine Einladung, sich mit dem Neptun-Prinzip näher zu beschäftigen.

In der nachfolgenden Galerie möchte ich Ihnen durch Bildersprache näherbringen, wie vielfältig die Erscheinungsformen des Neptun sich manifestieren können. Je nach Positionierung im Horoskop und seiner Verbindung mit anderen Planeten kann er sich in enorm vielen Facetten Ausdruck verschaffen. Er liebt es, wie ein Chamäleon seine Erscheinung zu ändern. Dem Tierkreiszeichen Fische entsprechend, werden Sie ihn mit den Händen kaum zu „fassen“ kriegen.

Lassen Sie sich auf dieser kleinen Traumreise wegtragen von ruhigen Klängen, die dem meditativen Wesen Neptuns entsprechen.

Eine Einladung an alle Neptunier: Hinsehen statt Fernsehen – Neptun öffnet das Tor zur Traumwelt. Ein neidischer Blick auf Neptun und den Reigen der Nereiden (Meeresnymphen),
nach denen einer der acht Neptun-Monde benannt wurde.
Dank an Wolf-Rüdiger Marunde für die freundliche Abdruck-genehmigung.

Der Planet Neptun besticht mit seiner blauen Farbe. Er wird von 8 Monden umkreist, hat einen Äquatordurchmesser von 49.520 km und eine Entfernung von 30 AE (Astronomische Einheiten; 1 AE = Entfernung Erde – Sonne). Er benötigt knapp 165 Jahre, um auf einer nahezu idealen Kreisbahn einmal um die Sonne zu ziehen.

Benannt wurde er nach dem Gott der Meere: in der römischen Mythologie Neptun genannt, in der griechischen Mythologie Poseidon.  

Beliebt auch als Brunnenfigur, wie hier in der Seefahrerstadt Lissabon.

Im Symbol des Planeten Neptun findet sich der Dreizack wieder, mit dem er als Herr des Meeres und der Erdentiefe Erdbeben und Stürme erregt.

Bestehende Strukturen werden durch die Kräfte des Neptun auch im übertragenen Sinne untergraben, ausgehöhlt oder aufgeweicht.

Er ist Herrscherplanet des Tierkreiszeichens Fische. Bis zur Entdeckung Neptuns hatte Jupiter diese Rolle inne und war damit Doppelherrscher der Zeichen Schütze und Fische.

Nach alter astrologischer Lehre korrespondiert jeder Planet bzw. das zugehörige Tierkreiszeichen mit einem bestimmten Körperteil. Dem Fische-Zeichen werden auf der physischen Ebene die Füße zugeordnet.

Neptun wird dem Element Wasser zugeordnet. Wie auch in der psychologischen Typologie steht Wasser (eines der vier Elemente) für die Gefühle und das emotionale Verhalten.

Neptun steht auch für Verschleiertes, nicht Greifbares. Mit dieser ihm zugeschriebenen Qualität korrespon-dieren auch die Umstände seiner Entdeckung. Am 23.9.1846 wird er durch J. G. Galle erst nach einigen „Versteckspielen“ gesichtet, obwohl sein Vorhandensein bereits 1845 von den Astronomen Adams und Leverrier berechnet worden war.

Einen Hauch von Neptun erahnen wir in der Natur, wo er sich als Nebulöses, nicht Fassbares, die Grenzen verwischende Erscheinung (eben nicht) manifestiert.

Wenn sich etwas im Nichts auflöst, ist meistens Neptun mit im Spiel. Der Stoff, aus dem die Träume sind.

Neptun ist DER Planet, der uns lockt ins Land der Träume / der Tagträume.

Phantasten erschaffen sich ihre Träume in der virtuellen Welt mit Hilfe moderner Computerverfahren.

Realisten leben ihre Träume – wie z.B. hier auf Hawaii …

Relaxen, entspannen, faulenzen – neptunische Qualitäten, die als Gegengewicht zu unserer hektischen Zeit der Burn-outs wieder mehr Raum bekommen sollten.

Neptun freut sich natürlich, wenn er eine Flasche sieht. Und besonders, wenn deren Inhalt dazu beiträgt, die reale Welt durch die rosarote Brille zu betrachten und Illusionen Auftrieb zu geben.

Auch bewusstseins-verändernde Substanzen können zu dieser Flucht verhelfen.

Alkohol gehört zum Lifestyle und ist nach wie vor das
von unserer Gesellschaft abgesegnete Suchtmittel Nr. 1.

Sich vom Leben treiben lassen: ein schmaler Grat zwischen Clochard und Bohème, Opferdasein und Lebenskunst. Wenn trennende Bewertungen aufgehoben werden, gibt es kein „entweder/oder“ mehr, sondern ein „sowohl als auch“. Was die einen als gesellschaftlichen Absturz bezeichnen, ist für andere ein Ausdruck von Freiheit.

Hilfsbedürftige rufen bekannterweise Helfer auf den Plan. Bei Mutter Teresa, einer Symbolfigur für selbstlose Hilfsbereitschaft, setzte die wahre Hingabe enorme Kräfte frei.

Inzwischen hat es sich auch der Musiker Tim Bendzko auf die Fahnen geschrieben:
Muss nur noch kurz die Welt retten …

Geht Neptun eine Liaison mit Venus ein, dann findet man vielleicht eine Partnerin aus einem exotischen Land besonders anziehend, lebt in einer Fernbeziehung oder träumt vom „idealen Partner“.

Man kann sehr schnell in einen Zustand der Verzauberung geraten.

Die materielle Nahrung spielt dann möglicherweise keine große Rolle mehr: man ist fasziniert von Lichtnahrung!

Das endlose Meer ist Neptun’s Ur-Element. In der Mythologie und in Träumen wird es als Quelle der Inspiration und als Symbol für das Unbewusste gesehen. So wie die Wellen kommen und gehen, steht es als universales Symbol für den Beginn der Schöpfung, für Werden und Vergehen. Auf eine magische Art zieht es die Menschen an, um in der Kraft der Stille Entspannung und Frieden zu finden, einen Zustand der Einheit ohne Begrenzungen durch Zeit und Raum.

Wir haben hier im Westen viele Meditationstechniken und Philosophien aus den Östlichen Traditionen übernommen, die uns den Weg in andere Dimensionen aufzeigen sollen.

Doch auch die christliche Religion bietet uns viele Möglichkeiten, diesen Zustand der Versenkung mit Hilfe von Gebet, Kontemplation, rituellem Gesang, Schweigen oder Fasten zu erreichen.

Die Mystiker aller Religionen sind auf derselben Suche nach Spiritualität, dem Erfahren des Mysteriums, der Sehnsucht nach Erlösung, sich eins zu fühlen mit der Schöpfung.


„Ich fühle mich eins mit der Rose. Denn sie ist wie ich ein Teil dieser Welt.“
Werner Sprenger, Begründer der INTA-Textmeditationen


Der neptunische Anteil in uns selbst genießt es, Schönheit und magische Momente zu erfahren, die Augenblicke der Transparenz im täglichen Leben zu finden.

„Wir lassen nie vom Suchen ab.
Und dennoch: Am Ende all unseres Suchens werden
wir zu unserem Ausgangspunkt zurückkehren, und wir werden den Ort zum ersten Mal sehen.“

T. S. Eliot

MEDITATIVE KLÄNGE – DEM WESEN NEPTUNS ENTSPRECHEND

Begleitet wurden Sie auf dieser „Traumreise“ zu Neptun mit einem passenden Musikstück zum Eintauchen: „The ocean is very deep in the silence“ von Pamo